Schwindel-FAQ

Schwindel-FAQ

Häufige Fragen und Antworten

Schwindel kann, wenn er regelmäßig auftritt, ein Warnsignal unseres Gehirns auf ernsthafte körperliche oder psychische Erkrankungen sein. An dieser Stelle möchten wir die häufigsten Fragen zum "Symptom Schwindel" beantworten, die seitens der Betroffenen gestellt werden.

Allgemeine Fragen

Unter Schwindel versteht man eine Störung der räumlichen Wahrnehmung. Die Betroffenen haben das Gefühl, dass sich die Umgebung um sie herum dreht (Drehschwindel), der Boden unter den Füßen schwankt (Schwankschwindel) oder schnell absackt (Liftschwindel) – das bedeutet: eine verzerrte Wahrnehmung des umgebenden Raums oder eine Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt. Eine Schwindelattacke hält zwar oftmals nur wenige Sekunden oder Minuten an, jedoch geht sie häufig mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher, wie: Angstgefühle, Benommenheit, Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Schwindel und insbesondere auch der sogenannte gutartige Lagerungsschwindel, tritt besonders bei älteren Menschen auf. Dieser hat den Grund, dass sich die im Gleichgewichtsorgan befindlichen Otolithe (feine Kristalle) im Zuge des Alterungsprozesses vermehrt ablösen und sich im Bogengang des Innenohres ansammeln. Dort reizen sie die Sinneszellen und sorgen für Störungen des Gleichgewichtssinns. Da der Schwindel auch mit Tritt-Unsicherheiten und Fallängsten bei älteren Menschen einhergeht, nehmen Unfälle im Alltag ebenfalls zu. Die hierdurch entstehenden Verletzungen, z. B. am Kopf, verstärken die bestehende Anamnese oder schüren die Angst vor weiteren Unfällen – ebenfalls eine Ursache von Schwindelanfällen (siehe: psychogener Schwindel).

Da es sich bei Schwindel in den meisten Fällen um ein Symptom handelt, ist zunächst die Ursache für den Schwindel ausfindig zu machen. Schwindel, bzw. eine Störung im Gleichgewichtssinn, ist also per se nicht gefährlich, sondern eine unangenehme Begleiterscheinung für eine körperliche (z.B. aufgrund einer muskulären Verspannung im Nacken oder in den Schultern -> siehe: HWS-Schwindel) oder psychischen Erkrankungen (ausgelöst durch Angstzustände -> siehe: psychogener Schwindel). Schwindel, der mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht, kann ebenfalls auftreten bei:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Morbus Menière
  • Erkrankung der Augen
  • Epilepsie

Eine Besonderheit bildet der sogenannte zentrale Schwindel – dieser hat seinen Ursprung im Gehirn und kann unbehandelt schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

So komplex das Steuersystem unseres Körpers ist, welches uns sicher durch den Alltag führt, so vielfältig sind auch die Schwindelformen, die es buchstäblich „aus dem Gleichgewicht“ bringen können. Auch die Symptome einer Kreislaufschwäche werden von vielen Betroffenen ebenfalls wie ein Schwindel empfunden. Man unterscheidet unter den nachfolgenden, häufig vorkommenden Formen des Schwindels:

  • Gutartiger Lagerungsschwindel
    Ursache: Ablösung von Otolithen (Kristallen) aus der gallertartigen Membran im Gleichgewichtsorgan und Reizung der Sensorzellen in den Bogengängen des Innenohrs
  • Morbus Menière
    Ursache: Erkrankung des Innenohrs aufgrund einer Störung des Lymphabflusses, einhergehend mit Hörminderung und Tinnitus
  • HWS-Schwindel
    Ursache: Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur
  • Psychogener Schwindel
    Ursache: Angst oder psychologischer (andauernder) Stress
  • Zentraler Schwindel
    Ursache: Schädigung oder Läsion des Hirnstamms, Traumata
  • Drehschwindel: „Die Welt dreht sich um mich.“
  • Schwankschwindel: „Der Boden wankt wie auf hoher See.“
  • Liftschwindel: „Wie eine unsichtbare Treppenstufe.“

Schwindelgefühle können allerdings auch variieren, ebenfalls können Sie sowohl im Ruhezustand, als auch bei Bewegung oder auch in bestimmten Situationen auftreten. Diese Informationen sind für die Diagnostik der Schwindelursache aufschlussreich und sollten von den Betroffenen bestenfalls in einem Schwindeltagebuch notiert werden.

Viele Schwindelarten gehen mit Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Gang- und Standunsicherheiten, Ohrgeräuschen (Tinnitus), bzw. Hörminderung, Benommenheitsgefühlen und sogar Herzrasen einher.

In jedem Fall sollte der Schwindel immer durch einen Arzt geklärt werden. Da es sich bei Schwindel um ein Symptom für verschiedene Krankheiten handelt, ist für eine aussagekräftige Diagnose der Schwindelursache die Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche erforderlich, z. B. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neurologie, Augenheilkunde, Innere Medizin und Orthopädie. Nur, wenn die genaue Ursache bekannt ist, kann auch die richtige Behandlung eingeleitet werden.

Wenn Betroffene unter ständig wiederkehrenden Schwindelanfällen leiden, können sie sich auch ambulant in einer sogenannten Schwindelambulanz untersuchen lassen. Diese, auf Schwindel spezialisierten, Zentren gibt es in ganz Deutschland.

Fragen zur Schwindel-Behandlung

Je nach Schwindelart gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung.
Für den gutartigen Lagerungsschwindel bieten sich z. B. auch therapeutische Befreiungsmanöver an, die die Schwindel verursachenden, abgelösten Ohrkristalle gezielt aus den Bogengängen des Gleichgewichtsorgans zurück in die Otolithenorgane zu führen. Bei einem angstbedingten/psychogenen Schwindel hingegen wird der Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit darin liegen, angstauslösende Situationen zu definieren und konstruktive Ansätze zur Bewältigung derselben zu schaffen. Wird der Schwindelanfall von Übelkeit und Erbrechen begleitet, empfiehlt sich die Einnahme eines antivertiginosen (übelkeitsverringernden) Medikaments. Eine Ausnahme bildet der zentrale Schwindel, dem eine schwerwiegende Krankheitsursache zugrunde liegt und der umgehend medizinisch behandelt werden muss. Grundsätzlich gilt: Erst die Diagnose, dann die Therapie.

Zu einer pauschalen, medikamentösen Therapie des Schwindels ist nur eingeschränkt zu raten. Denn: Da die Ursachen für eine Schwindelattacke vielfältiger Natur sein können, sollte die Einnahme eines Medikaments immer mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln z. B. werden nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zur symptomatischen Behandlung von älteren Patienten mit Schwindel unterschiedlichen Ursprungs eingenommen.

In manchen Fällen leiden Tinnitus-Patienten auch unter Schwindelsymptomen. Hier kann das anerkannte, pflanzliche Medikament Binko® mit dem Extrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baumes eine lindernde Wirkung haben. Binko® unterstützt die Behandlung von Ohrgeräuschen (Tinnitus) infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen, indem es die Durchblutung der feinen Gefäße des Innenohrs und des Gehirns verbessert. Auch bei pflanzlichen Medikamenten sollte die Einnahme immer vorab mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Fragen zu Vertigo-Vomex® SR

Vertigo-Vomex® SR wirkt dank seines gut verträglichen Wirkstoffes Dimenhydrinat schnell und sicher gegen Schwindelsymptome. Bereits etwa 15 – 30 Minuten nach Einnahme der Kapseln setzt die lindernde Wirkung ein und hält dank seiner verzögerten Wirkstofffreisetzung über ca. 3 bis 6 Stunden. Vertigo-Vomex® SR ist 4-fach effektiv:

  • Wirkt direkt auf das Gleichgewichtsorgan
  • Hemmt selektiv die Reizübertragung vom Innenohr zum Stammhirn
  • Beeinflusst das Schwindelzentrum im Stammhirn

Lindert Übelkeit und Erbrechen bei akuten Schwindelattacken

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird morgens und ggf. nachmittags eine Hartkapsel (das entspricht 120 mg, bzw. 240 mg Dimenhydrinat am Tag) unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen.

Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln sind, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Einnahme vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden. Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte vom behandelnden Arzt geprüft werden, ob eine Behandlung mit Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln weiterhin erforderlich ist.

Vertigo-Vomex® SR darf während einer bestehenden Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden und auch nur dann, wenn dieser die Einnahme des Medikaments für unbedingt erforderlich hält. Dasselbe gilt für die Stillzeit. Da unerwünschte Nebenwirkungen (wie eine erhöhte Unruhe) auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind, sollte die Mutter in der Zeit der Anwendung von Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln abstillen.

Nein. Kinder unter 14 Jahren dürfen Vertigo-Vomex® SR nicht einnehmen. Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln dürfen nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Vertigo-Vomex® SR ist ein apothekenpflichtiges Arzneimittel und kann ohne Rezept in jeder Apotheke erworben werden. Eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vor der Einnahme ist jedoch immer ratsam.

Weitere Therapie-Möglichkeiten bei Schwindel

Schwindelanfälle sind für die Betroffenen meist mit Angst, Stress, Unsicherheiten und erheblichen Problemen im Alltag verbunden. Für die häufigste Schwindelerkrankung – den gutartigen Lagerungsschwindel – profitieren die Betroffenen von einer Behandlung mit spezifischen Befreiungs-, oder Lagerungsmanövern, wie dem Semont-Manöver oder Epley-Manöver. Das Ziel beider Lagerungs- und Bewegungsübungen ist es, die frei in der Flüssigkeit des Innenohrs umherschwimmenden Kristalle (Otolithen) von den gereizten Sensorzellen fort zu bewegen. In der Regel klingen die Symptome bei regelmäßiger Durchführung der Manöver in kurzer Zeit ab.

Beide Übungseinheiten sollten zunächst mit einem Arzt, Physiotherapeuten oder im Beisein einer geschulten Person durchgeführt werden, um die Abläufe zu verinnerlichen und sicher zu gehen, dass die Bewegungen richtig ausgeführt werden. Das Semont-Manöver ist besonders für Patienten mit Halswirbelsäulenproblemen geeignet, oder Patienten, deren Schwindelsymptome sehr stark und langanhaltend sind oder mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen.

Ausgehend von einer richtigen diagnostischen Einordnung der Schwindelursache (im Ohr oder Gehirn) kann die vestibuläre Rehabilitationstherapie (VRT) ebenfalls bei Schwindelbeschwerden eingesetzt werden. Diese wirkt sich positiv auf das Gleichgewicht, die Augenbewegungen sowie das allgemeine Sicherheitsgefühl der Patienten aus. Das ist sehr wichtig, da die meisten Schwindelpatienten aufgrund des Schwindels Ängste und Unsicherheiten entwickeln, die sie im Alltag einschränken. Eine individuelle VRT beinhaltet demnach das Training des Gleichgewichts sowie Übungen zur Blickstabilität, -folge und -sprüngen. Wie auch beim Epley- und Semont-Manöver setzt die VRT ein regelmäßiges Training voraus, um langfristige Erfolge gegen die Schwindelattacken zu erzielen.

Pflichttexte

Vertigo-Vomex® SR Retardkapseln 120 mg

Wirkstoff: Dimenhydrinat
Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Therapie von älteren Patienten mit Schwindel unterschiedlicher Genese.
Warnhinweise: Enthält Sucrose (Zucker).

Binko® 40 mg / 80 mg / 120 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt 
Anwendung: Zur symptomatischen Behandlung v. hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Rahmen eines therapeut. Gesamtkonzeptes b. dementiellen Syndromen mit Leitsymptomatik: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Primäre Zielgruppe: Patienten mit dementiellem Syndrom b. primär degenerativer Demenz, vaskulärer Demenz und Mischformen aus beiden. Individuelles Ansprechen auf d. Medikation kann nicht vorausgesagt werden. Bevor Behandlung mit Ginkgo-Extrakt begonnen wird, abklären, ob Krankheitssymptome nicht auf spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Zur Verlängerung d. schmerzfreien Gehstrecke b. peripherer arterieller Verschlusskrankheit b. Stadium II nach FONTAINE (Claudicatio intermittens) im Rahmen physikal.-therapeut. Maßnahmen, insbes. Gehtraining. Vertigo vaskulärer u. involutiver Genese, adjuvante Therapie b. Tinnitus vaskulärer u. involutiver Genese.
Warnhinweise: Enthält Sucrose (Zucker).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Klinge Pharma GmbH, 83607 Holzkirchen, Deutschland